
Auch in diesem Schuljahr hieß das GBG im Rahmen des „Erasmus+“-Programmes Schüler*innen aus aller Herren Länder willkommen. BB hat zwei von ihnen zu ihren Eindrücken befragt.
Los geht’s mit Carina aus Rumänien:
BB: Was hat dich dazu gebracht, am Erasmus-Programm teilzunehmen? War es das Thema, das Land oder die Menschen?
Carina: Ich habe mich hauptsächlich für die Teilnahme am Erasmus-Programm entschieden, weil ich ein anderes Bildungssystem kennenlernen und meine Komfortzone verlassen wollte. Deutschland hat mich wegen seines starken Bildungssystems sehr interessiert,
aber ich habe mich auch darauf gefreut, neue Menschen aus verschiedenen Kulturen kennenzulernen und durch Zusammenarbeit zu lernen nicht nur durch Theorie.
BB: Was hast du aus dieser Erfahrung mitgenommen, das dir im Alltag oder für deine Zukunftsziele nützlich ist?
Carina: Diese Erfahrung hat mir geholfen, selbstständiger, anpassungsfähiger und sicherer in der Kommunikation auf Deutsch zu werden. Außerdem habe ich meine Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz verbessert, was sowohl im Alltag als auch für meine zukünftigen akademischen und beruflichen Ziele sehr hilfreich ist.
BB: Über welches Projekt wurdest du informiert oder an welchem Projekt hast du gearbeitet?
Carina: Während des Erasmus-Programms haben wir an einem Video über die internationale Partei gearbeitet, die an der Schule stattgefunden hat. Das war eine großartige Gelegenheit, mit unseren Mitschülerinnen und Mitschülern ins Gespräch zu kommen,
gemeinsam zu arbeiten und unsere Fähigkeiten im Videoschnitt zu verbessern, während wir zusammen Material mit Momenten und Interviews von diesem Abend gesammelt haben.
BB: Was war dein erster Eindruck von unserer Schule?
C: Mein erster Eindruck von eurer Schule war sehr positiv. Die Atmosphäre war einladend und gut organisiert, und sowohl die Lehrkräfte als auch die Schülerinnen und Schüler waren offen, unterstützend und bemüht, uns vom ersten Tag an einzubeziehen.
Außerdem hatte das Gebäude ein modernes Erscheinungsbild, was für uns rumänische Schülerinnen und Schüler eine angenehme Überraschung war, da wir in einem alten historischen Gebäude lernen.
BB: Was war der größte Unterschied zwischen dem Leben in Deutschland und deinem Leben in Rumänien?
Carina: Der größte Unterschied, den ich bemerkt habe, war das hohe Maß an Organisation und Pünktlichkeit im Alltag. Alles wirkt sehr gut strukturiert, und die Menschen halten sich strikt an Zeitpläne, was im Vergleich zu meinem Leben in Rumänien eine interessante Veränderung war.
BB: Wie würdest du das deutsche Bildungssystem mit dem rumänischen vergleichen?
Carina: Deutsche Schulen legen mehr Wert auf praxisnahes Lernen, Diskussionen und die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, während rumänische Schulen eher theorieorientiert sind. Besonders gefallen hat mir der Fokus auf kritisches Denken und offenem Austausch in den deutschen Klassenräumen.
BB: Was war die größte Herausforderung während deines kurzen Aufenthalts in Deutschland?
Carina: Die größte Herausforderung war es, sich in kurzer Zeit an eine neue Umgebung anzupassen, insbesondere an andere Routinen und Erwartungen. Diese Herausforderung hat mir jedoch geholfen, flexibler und offener zu werden.
BB: Würdest du noch einmal an Erasmus teilnehmen? Warum oder warum nicht?
C: Ja, ich würde definitiv noch einmal am Erasmus-Programm teilnehmen. Es ist eine einzigartige Möglichkeit, über den Unterricht hinaus zu lernen, neue Kulturen kennenzulernen und sich persönlich weiterzuentwickeln, während man bedeutungsvolle internationale Kontakte knüpft.
Als nächstes kommt ein 18-jähriger Austausschüler aus Norwegen zu Wort:
BB: Wie lange warst du in Deutschland?
„Ich war eine Woche hier, um mein Deutsch zu verbessern und das Leben in Deutschland kennenzulernen.“
BB: Was sind die größten Unterschiede zwischen deiner Schule in Norwegen und unserer Schule in Deutschland?
„Der größte Unterschied sind definitiv die Altersunterschiede. In meiner Schule sind die Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 19 Jahre alt, manchmal auch 20 oder 21. Hier in Deutschland sehe ich auch viele jüngere Kinder, was für mich ungewohnt ist. Welche Schulform besuchst du in Norwegen? Ich besuche eine Schule, die mit dem deutschen Gymnasium vergleichbar ist. Dort macht man nach der 13. Klasse seinen Abschluss und beginnt danach zu studieren.“
BB: Hattest du vor deiner Reise nach Deutschland bestimmte Erwartungen oder Stereotype?
„Eigentlich nicht. Ich bin nicht mit vielen Erwartungen gekommen, sondern vor allem, um mein Deutsch zu üben.“
BB: Welche typischen Stereotype über Deutsche kennst du?
„Man sagt oft, dass Deutsche sehr streng mit Regeln sind und nicht besonders viel Humor haben. Aber ich wusste, dass das nur Stereotype sind und habe das hier nicht wirklich so erlebt.“
BB: Was war dein erster Eindruck von Deutschland?
„Mich hat vor allem überrascht, wie städtisch alles ist. Ich komme aus einer kleinen Stadt mit etwa 13.000 Einwohnern, deshalb wirkt eine Stadt wie Hannover auf mich sehr groß.“
BB: Was hat dich an Deutschland am meisten überrascht?
„Die Größe der Städte. In meiner Heimat bestehen die Stadtzentren oft aus kleinen Häusern mit ein oder zwei Stockwerken. Hier gibt es viele größere Gebäude und deutlich mehr Menschen.“
BB: Kannst du dir vorstellen, Deutschland noch einmal zu besuchen?
„Ja, definitiv. Ich würde sehr gerne wiederkommen.“
BB: Was würde deutsche Jugendliche deiner Meinung nach am meisten an Norwegen überraschen?
„Viele wären wahrscheinlich überrascht, wie zurückhaltend wir im Alltag sind. Zum Beispiel setzt man sich im Bus normalerweise nicht neben fremde Menschen und spricht sie auch nicht an.“
BB: Dir sind also kulturelle Unterschiede im Alltag aufgefallen?
„Ja, vor allem in Großstädten. Man sieht hier viel mehr unterschiedliche Stile und Menschen auf der Straße, das ist in meiner Heimat eher selten. Bestimmte Frisuren oder Kleidungsstile würde ich in meiner kleinen Stadt kaum sehen, vielleicht eher in größeren Städten in Norwegen.“

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